Was gehört zum Hausrat und wie entsorgt man ihn richtig?

Ein Ratgeber: Tipps vom Experten

Was sind Bestandteile von Hausrat?

Was passiert mit den Gegenständen?

Für defekte Gegenstände, die sich nicht mehr reparieren oder aufbereiten lassen, ist eine einfache Entsorgung in Ordnung. Bei brauchbaren Sachen jedoch sollten Sie überlegen, wer diese noch nutzen könnte. Gut erhaltene gebrauchte Kleidung kann an Freunde oder Verwandte weitergegeben oder über Online-Plattformen bzw. auf Flohmärkten verkauft werden. Wer weniger Zeit investieren möchte oder Gutes tun will, kann sich für eine Kleiderspende entscheiden. Bei Kleidercontainern sollte man die verantwortliche Organisation genau prüfen, da die Kleidung oft in Second-Hand-Läden oder auf Märkten in Osteuropa und Afrika endet, was dort lokale Wirtschaften beeinträchtigen kann. Es ist besser, Kleidung direkt an Hilfsorganisationen zu spenden. Gut erhaltene Möbel sind oft bei lokalen Sozialkaufhäusern gefragt. Diese Einrichtungen sammeln gespendete Möbel, Kleidung und Haushaltsgegenstände wie Geschirr und verkaufen sie günstig an Menschen mit geringem Einkommen. Der Transport wird für Spender oft kostenlos vom Sozialkaufhaus übernommen. Ein Mitarbeiter des Kaufhauses prüft vorab die Eignung der Möbel für die Spende. Ungeeignete Möbel, die etwa defekt oder zu groß sind, können auf unterschiedlichen Plattformen wie Ebay verkauft oder notfalls über den Sperrmüll entsorgt werden. Noch funktionstüchtige Elektrogeräte können ebenfalls an Sozialkaufhäusern abgegeben werden. Bei Unsicherheit können Sie auch bei anderen Hilfsorganisationen in Ihrer Stadt nachfragen, ob Bedarf an einem Kühlschrank, Herd oder einer Kaffeemaschine besteht. Defekte Geräte müssen als Elektroschrott am Wertstoffhof entsorgt werden. Für den Transport defekter Geräte kann ein Termin mit einem Schrotthändler vereinbart werden, was oft sogar kostenlos ist.

Entsorgungsoptionen für den anfallenden Müll

Bei der Entrümpelung eines Hauses geht es oft um mehr als nur den alten Hausrat. Wenn ein altes Haus renoviert oder für den Verkauf vorbereitet werden soll, steht auch das Entfernen von alten Tapeten, Teppichen und Fliesen an. Diese Boden- und Wandbeläge sind nicht mehr spendenfähig und zählen zum Bauschutt. Bei der Räumung großer Häuser muss man auch an oft übersehene Orte wie Keller, Dachboden, Garage oder Gartenhaus denken, wo sich unbrauchbarer Schrott ansammelt.
Wenn nur kleine Mengen Bauschutt anfallen, können Sie diese problemlos zu einem Verwertungsbetrieb in Ihrer Nähe bringen. Bei umfangreichen Umbau- oder Sanierungsarbeiten ist es jedoch effizienter, einen Bauschutt-Container zu mieten. Dies spart nicht nur Kosten, sondern auch Zeit im Vergleich zur Eigenentsorgung kleinerer Mengen. Bevor Sie einen Container mieten, sollten Sie eine Genehmigung bei der Stadt einholen, falls dieser auf öffentlichem Grund aufgestellt werden muss. Wenn der Container abgeholt wird, lassen Sie sich die Entsorgungspapiere aushändigen, um sicherzustellen, dass Sie nicht haftbar gemacht werden können, falls der Bauschutt nicht ordnungsgemäß entsorgt wird.

Was lässt sich dem Sperrmüll zuordnen?

Kleinkram und Kleidung zum Sperrmüll beizufügen ist nicht zielführend, da diese Artikel grundsätzlich nicht dazu gehören und von den Entsorgungsbetrieben nicht mitgenommen werden. Dies führt dazu, dass man diese Gegenstände letztlich selbst entsorgen muss.
Zu den Dingen, die nicht zum Sperrmüll gezählt werden und daher eine separate Entsorgung benötigen, gehören Kleinteile, die in Kisten oder Säcken verpackt sind, sowie kleiner Hausrat in Tüten. Auch Müllsäcke, die mit Kleidung, Textilien oder Lumpen gefüllt sind, Videokassetten und Bücher sowie Geschirr und Porzellan müssen anders entsorgt werden, da sie zum Hausmüll zählen und in die Restmülltonne gehören oder gesondert behandelt werden müssen.
Darüber hinaus gibt es weitere Artikel, die definitiv nicht zum Sperrmüll gehören. Dazu zählen Autoreifen, Elektrogeräte, Bauabfälle wie Putz, Dielen oder Dämmstoffe, Sanitärkeramik sowie Pappe und Papier. Nach einer Entrümpelung müssen solche Materialien entsprechend den lokalen Vorschriften gesondert entsorgt werden.

Wie Sie den Hausrat nun im Sperrmüll loswerden

Normalerweise hat jeder Haushalt das Recht, einmal jährlich eine kostenlose Sperrmüllabholung zu beantragen. Die zu entsorgenden Gegenstände werden dazu entweder am Straßenrand gestapelt oder in einen Sperrmüllcontainer verladen. Der Abholtermin wird vom Entsorgungsdienst festgelegt, wobei es wichtig ist, die Sperrmüllabfuhr mindestens vier Wochen vor einem Umzug, einer Aufräumaktion oder der Auflösung eines Haushalts zu organisieren. Ebenfalls kann man den Sperrmüll selbständig zu einem Wertstoff- oder Recyclinghof zu fahren. Diese Option erfordert jedoch einen erheblichen Zeitaufwand und körperliche Anstrengung, da man in der Regel einen Transporter benötigt und das Be- und Entladen meist selbst durchführen muss. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass man zusätzlich Metall- und Elektroschrott oder sogar Sondermüll entsorgen kann. Dies ist allerdings nicht kostenfrei, daher lohnt es sich, sich im Voraus über die anfallenden Gebühren zu informieren. Zudem fallen die Kosten für Ortsansässige häufig geringer aus. Für diejenigen, denen dieser Aufwand zu groß ist, besteht die Möglichkeit, eine private Entsorgungsfirma zu beauftragen. Obwohl dies mehr kosten kann, wird einem dadurch viel Organisationsaufwand abgenommen. Die Preise pro Kubikmeter variieren stark, deshalb ist es ratsam, Angebote verschiedener Firmen einzuholen und zu vergleichen.

Welcher Hausrat lässt sich noch retten?

Einen Container bestellen und einfach alles hineinwerfen mag zwar bequem erscheinen, doch oft ist es nicht die beste Option. Manche Haushaltsgegenstände könnten noch nützlich sein, etwas Geld einbringen oder anderen Freude bereiten. Gebrauchte, aber gut erhaltene Kleidung lässt sich beispielsweise auf Flohmärkten verkaufen oder an wohltätige Organisationen spenden, wie die Obdachlosenhilfe, das Deutsche Rote Kreuz oder die Arche. Möbel und Haushaltsgeräte, die noch funktionstüchtig sind, lassen sich auf Plattformen wie eBay oder eBay Kleinanzeigen verkaufen.. Sozialkaufhäuser nehmen auch gerne Spenden wie Kühlschränke, Sofas oder Geschirr entgegen und holen diese oft sogar kostenlos ab.

Wie verhindern Sie eine Überhäufung von Hausrat?

Es ist ratsam, bereits vor einem anstehenden Umzug, einer Haushaltsauflösung oder einer Entrümpelung über die Abschaffung von Hausrat nachzudenken. Beim Kauf sollte man auf hohe Qualität achten, darauf, dass die Gegenstände reparierbar sind und ein zeitloses Design haben, sodass man sie nicht zu oft ersetzen will. Diese Kriterien erleichtern es, die Gegenstände nach Gebrauch wiederzuverwenden oder zu verkaufen. Zudem ist es klug, nur das zu kaufen, was man wirklich benötigt. Das Entsorgen von Hausrat kann sonst schnell kompliziert und kostspielig werden.

Eigeninitiative oder professioneller Dienst für eine Entrümpelung?

Die Durchführung einer Haushaltsauflösung kann oft sehr zeitaufwendig sein. Neben den eigentlichen Wohnbereichen müssen auch Keller, Garage und Dachboden geräumt werden. Selbst wenn es sich lediglich um eine Wohnung handelt, erfordert auch diese Zeit für eine umfassende Entrümpelung. Bei solch großen Projekten stellt sich die Frage, was mit den diversen Gegenständen geschehen soll, besonders nach dem Ableben einer nahestehenden Person, was die Entscheidung nicht leichter macht. Zudem fällt bei einer Entrümpelung häufig viel Müll an, der entsorgt werden muss. Wer Zeit hat und Kosten sparen möchte, kann Freunde und Familie um Hilfe bitten. Wenn das jedoch nicht möglich ist, besteht die Option, professionelle Dienstleister zu beauftragen. Diese übernehmen nicht nur das Ausräumen des Hauses oder der Wohnung, sondern kümmern sich auch um das Mieten eines Containers oder die Entsorgung des Sperrmülls. Ob man die Entrümpelung selbst vornimmt oder Hilfe in Anspruch nimmt, hängt letztlich davon ab, wie viel Zeit und Geld man bereit ist zu investieren